Magdalenenkirche

Die Kirche in Oelzschau wurde ca. im 13. Jahrhundert als romanische Kirche Oelzschau_Kirche_1840errichtet. Aus dieser Zeit stammen die Altarräume, die angrenzende Apsis an der Ostseite der Kirche und wahrscheinlich auch die mittlere Glocke. Im Jahr 1509 wurde eine zweite Glocke für die Kirche angeschafft und im folgenden Jahr 1510 die romanische Chorturmkirche umgebaut. Seit 1540 hat Oelzschau nachweislich eine Pfarrkirche. Die große Glocke wurde 1569 angeschafft. Im 2. Weltkrieg wurden zwei der drei Bronzeglocken zwangsweise eingeschmolzen. 1957 erhielt die Kirche drei neue Glocken aus Stahl als Ersatz für im 2. Weltkrieg eingeschmolzenen Bronzeglocken. Die einzig verbliebene Bronzeglocke wurde aus klangtechnischen Gründen nach Hainichen verkauft.
Rückbau der baufälligen Turmspitz 1972
Im 17. Jahrhundert beschenkt Tobias von Zehmen die Kirche in Oelzschau. Im Zuge der Innenraumrekonstruktion im 17. Jahrhundert erhielt die Dorfkirche eine hölzerne flache Kassettendecke und wurde im Stil der venezianischen Barockmalerei bemalt, welche eine zwölf Darstellungen umfassende Passion Christi zeigte. Im Jahr 1807 erhielt die Kirche eine Orgel des Orgelbauers Johann Gottlob Trampeli aus Adorf. Die heutige Orgel wurde im Jahr 1913 von Alfred Schmeisser aus Rochlitz erbaut. Im Jahr 1973 wurde
Glockenweihe 1957
die Orgel von Reinhard Schmeisser überholt. 1824 wurde die Kirche in veränderter Form neu aufgebaut und 1972 wurde sie rekonstruiert, wobei man den Turm äußerlich veränderte. Anschließend erfolgte die Innenrekonstruktion, bei der für den Altar ein barockes Kruzifix unbekannter Herkunft übernommen wurde. DSC01934 Im Jahr 2014-15 erhielt die Kirche einen neuen Außenputz und die 1972 zurückgebaute Laterne wurde wieder aufgesetzt. Treibende Kraft war der 2012 gegründete Förderverein Magdalenenkirche Oelzschau e.V.cropped-PA035080_HDR-1.jpg  

Pfarrer seit der Reformation

Lose Georgum 1536
Otto Andreasum 1545
Kober Adam1553-1564
Vogel Michael1565-1567
Guntzel Johann1567-1569
Zimmermann Johann1569-1573
Janus Michael1573-1589
Herrmann Andreas1589-1597
Schmidt Melchior1597-1631
Kaljus M. Peter1632-1637
Engelmann Christian1638-1639
Zeiß Christian1639-1689
Winkler Wolfgang Georg Dr.phil1689-1692
Winkler Johann Wolfgang Dr.phil1692-1700
Utike M. Samuel1701-1753
Glacewald Heinrich Wilhelm1751 Substitut
1753-1796
Götze Johann Georg Friedrich1796-1804
Rosenmüller Georg Hieronymus1804-1824
Meißner M. Carl Heinrich Wilhelm1825-1833
Höhne Johann Carl Gottlieb1833-1842
Müller M. Heinrich Wilhelm1842-1881
Kurze Edmund Constanz1881-1924
Rausch Friedrich1924-1949
Schuster.1949-1960
Flemming1960-1961
Hildebrand Claus1961-1965
Meltke August1966-1975
Behnert1975-1981
Mittelhaus1981-1999
Dallmann Karl-Heinz1999-2010
Vorwergk Stephan2011-2020
Der Förderverein hat zu einer Orgelführung mit Kantor Maik Gosdzinski geladen und ca. 25 interessiert Oelzschauer sind der Einladung gefolgt.Maik Gosdzinski erklärte die Orgel und ihre umfangreichen Möglichkeiten. Die Orgel ist noch im Original Zustand, selbst Kriegsjahre hat sie überstanden.
Daten zur Orgel:
  • Erbauer Alfred Schmeisser, Rochlitz
  • Baujahr 1913
  • Firmenschild, Orgelbauersignatur
  • Nummerierung der Orgel Opus-Nummer (soweit bekannt):98
  • Umbauten,  Erweiterungen etc.: 1973 Überholung durch R. Schmeisser.
  • Manuale Anzahl der Manuale:2 Anzahl der Manualwerke:2 Klaviaturumfang:C-f3
  • Pedal Typ des Pedals:selbständig Klaviaturumfang:C-d1
  • Register Anzahl aller Register:14 Anzahl der Transmissionen, Extensione und Vorabzüge:1 Transmission
  • Windladen Kegelladen
  • Traktur Spieltraktur:pneumatisch Registertraktur:pneumatisch
Auch zeigte Herr Gosdzinski die durch ein Jahrhundert Staub und Schmutz verursachten Mängel auf. Er erklärte wie aufwendig die Reparatur der Orgel ist. Für das Reinigen, Reparieren und Stimmen werden bis zu 35 TEUR veranschlagt. Das klingt erst einmal viel, aber die Orgel muss mit ihren über Einhundert Pfeifen komplett zerlegt werden. Dann werden die Pfeifen einzeln gereinigt, repariert und gestimmt. Anschließend muss alles wieder zusammengesetzt werden.
Gern nimmt der Förderverein ihre Unterstützung an, sei es tatkräftige Unterstützung bei der Demontage und Montage oder Finanziell.
Senden sende Sie bitte an:
Kontoinhaber: Föderverein Magdalenenkirche Oelzschau e.V.
IBAN: DE.......
Verwendungszweck: ORGEL